- Abschlüsse
- Bachelor of Science (B.Sc.) – vor allem an Universitäten – oder Bachelor of Engineering (B.Eng.) an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Ausnahme: Hochschule Bochum vergibt einen B.Sc.). Darauf baut ein Master of Science (M.Sc.) oder Master of Engineering (M.Eng.) auf. Die HTW Dresden bietet Bauingenieurwesen als Diplom an (Dipl.-Ing. (FH)). Duale BWL-Studiengänge mit Bauschwerpunkt, etwa Baubetriebsmanagement an der Dualen Hochschule Sachsen, enden mit einem Bachelor of Arts (B.A.).
- Studiendauer
- Bachelor an Universitäten meist 6 Semester (z. B. TU Berlin, KIT, TUM, RWTH Aachen, Uni Stuttgart), an der Uni Kassel 7. An Hochschulen für angewandte Wissenschaften meist 7 Semester inklusive Praxissemester (z. B. Hochschule München, HTWG Konstanz, Hochschule Mainz), an der HTWK Leipzig 6. Master 3–4 Semester, je nachdem, ob dein Bachelor 7 oder 6 Semester hatte (Beispiel h_da). Diplom an der HTW Dresden 8 Semester. Modelle mit Berufsausbildung dauern länger, etwa 9 Semester an der FH Aachen (dual), der Hochschule Bochum und der Frankfurt UAS (dual) oder 10 Semester im kooperativen Diplom der HTW Dresden.
- Zugang
- Du brauchst eine Hochschulzugangsberechtigung; an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und z. B. an der Uni Kassel reicht auch die Fachhochschulreife oder eine berufliche Qualifikation. Viele Bachelorstudiengänge sind zulassungsfrei (z. B. KIT, TUM, RWTH Aachen, Uni Stuttgart, TU Braunschweig, h_da, Hochschule RheinMain, RPTU), andere haben einen örtlichen NC (z. B. TU Berlin, TU Dortmund, BHT Berlin, HTWK Leipzig, FH Potsdam, Hochschule Bochum). Ein Vorpraktikum auf Baustellen oder in Baubetrieben ist weit verbreitet: 4 Wochen an RWTH Aachen und TU Dortmund, 6 Wochen an TUM, Uni Stuttgart, Hochschule München, HTWK Leipzig und HSBI Minden, 8 Wochen an TU Berlin, TU Braunschweig, Hochschule RheinMain und Hochschule Bochum, 12 Wochen an Frankfurt UAS, Hochschule Mainz, Jade Hochschule und TU Darmstadt. Oft darfst du Teile bis zum 2.–4. Semester nachholen. Am KIT und an der Hochschule Karlsruhe ist es keine Zulassungsvoraussetzung, an der FH Aachen nur empfohlen. Hilfreich sind solide Kenntnisse in Mathe und Physik.
- Gut zu wissen
- Viele Hochschulen verbinden das Studium mit einer Bauausbildung (kooperativ, ausbildungsbegleitend oder dual), etwa HSBI Minden, Hochschule Bochum, TH Lübeck (StudiLe), Uni Kassel, HTW Dresden oder Frankfurt UAS. Praxisintegriert dual studierst du u. a. an h_da, Hochschule Mainz, Hochschule München, FH Potsdam, HWR Berlin oder an der DHBW Mosbach (Bauingenieurwesen – Projektmanagement). Meist wählst du in der zweiten Studienhälfte eine Vertiefung; für die Immobilienwirtschaft passen Baubetrieb bzw. Baumanagement (z. B. Hochschule Mainz, Jade Hochschule, HSBI, TH Lübeck, Uni Kassel) oder die Profillinie Planungs- und Baumanagement der TU Berlin. Eigene Managementstudiengänge sind Bau-Projektmanagement/Bauingenieurwesen in Biberach sowie Baumanagement und Baubetrieb in Karlsruhe. Direkt auf Immobilien zielen das Profil Immobilien und Facility Management im neuen RPTU-Bachelor, Management [Bau Immobilien Infrastruktur] in Weimar und der Master Real Estate and Construction Management an der TU Dortmund. Die Berufsbezeichnung Ingenieur:in ist gesetzlich geschützt; wer später selbst Bauanträge einreichen will, braucht eine Bauvorlageberechtigung – in Hessen u. a. mit zwei Jahren Berufspraxis und Eintrag in die Liste der Ingenieurkammer.